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Häufig gestellte Fragen

Ist es möglich, eine „schwierige Erfahrung“ zu machen oder sich dadurch zu verschlechtern?

Der Begriff „Reise“ kann den Eindruck erwecken, dass man sich an einen Ort außerhalb von sich selbst begibt. Tatsächlich geht es jedoch um eine vertiefte Verbindung mit einem inneren Raum, der bereits vorhanden ist, zu dem wir im Alltag jedoch oft den Kontakt verloren haben.

Dieser Prozess wird von deiner eigenen inneren Weisheit getragen. Aus dieser Perspektive ist es nicht möglich, „schlechter“ oder „besser“ zu werden. Vielmehr entsteht ein klareres Bewusstsein dafür, wie es dir wirklich geht und was in dir präsent ist.

Solange bestimmte Wahrheiten im Inneren unbewusst bleiben, verändert sich wenig. Bewusstheit eröffnet die Möglichkeit, die eigenen Muster zu erkennen – und genau darin liegt der erste Schritt zu echter Veränderung.

Warum können Visionen oder körperliche Reaktionen auftreten?

Der Begriff „Halluzination“ beschreibt Bilder, die die Realität ersetzen. In diesem Zusammenhang ist es jedoch passender, von Visionen zu sprechen – also von erweiterten Wahrnehmungen, die Aspekte der Realität aus einer umfassenderen Perspektive erfahrbar machen können.

Solche Visionen können auftreten, müssen es aber nicht. Sie zeigen sich nicht bei jeder Person und nicht in jeder Sitzung und folgen keinem festen Muster. Für manche Menschen sind sie Teil der Erfahrung, für andere spielen sie keine Rolle.

Visionen sind nur eine von vielen möglichen Formen, über die innere Informationen zugänglich werden können. Häufig ist nicht das Bild selbst entscheidend, sondern das Verstehen, das sich daraus – oder auch ganz ohne Visionen – einstellt. Dieses Verständnis kann Hinweise darauf geben, was im eigenen Alltag gesehen, verändert oder integriert werden möchte.

Körperliche Reaktionen wie Erbrechen können ebenfalls auftreten, sind jedoch nicht zwingend Teil der Erfahrung. Sie werden häufig als Ausdruck eines Reinigungs- oder Loslassprozesses verstanden – sei es auf körperlicher oder emotionaler Ebene. Dabei können Spannungen, festgehaltene Emotionen, Gedankenmuster oder alte Überzeugungen in Bewegung kommen und sich lösen, die über lange Zeit getragen wurden.

Werde ich während des Retreats begleitet?

Ja. Unser Team ist während des gesamten Retreats für dich da – vor, während und auch nach den gemeinsamen Prozessen.

Während aller Sitzungen mit Werkzeugen der Vorfahren sind stets ein oder mehrere erfahrene Teammitglieder anwesend. Die Begleitung erfolgt in kleinen Gruppen: In der Regel betreuen zwei Facilitator:innen jeweils etwa 8–10 Teilnehmende. So stellen wir eine kontinuierliche, achtsame und präsente Begleitung sicher.

Welche Art von Vorbereitung ist erforderlich?

Wir empfehlen keine spezielle Vorbereitung wie Diäten oder Enthaltsamkeit vor dem Retreat. Unsere Erfahrung zeigt, dass die innere Entwicklungsarbeit am authentischsten aus dem realen Lebenszustand heraus geschieht, in dem sich eine Person gerade befindet – nicht aus einem künstlich vorbereiteten oder veränderten Zustand.

So kann der Prozess dort ansetzen, wo du wirklich stehst, und genau das in Bewegung bringen, was im aktuellen Leben präsent ist.

Kann ich auch nur eine Nacht teilnehmen?

Ja, eine Teilnahme für nur eine Nacht ist möglich. Wir empfehlen jedoch, mindestens zwei Nächte einzuplanen, um nicht nur eine einzelne Erfahrung zu machen, sondern einen zusammenhängenden Prozess zu erleben.

Wenn du dich zunächst für eine Nacht entscheidest, kann es sinnvoll sein, offen für eine Verlängerung zu bleiben. So hast du die Möglichkeit, einen begonnenen Prozess abzurunden oder das Erlebte in Ruhe zu vertiefen.

Wenn wir keine Schaman:innen sind – wer sind wir und welche Ausbildung haben wir?

Alle Menschen, die in unseren Retreats begleiten, lassen sich von schamanischen Kulturen inspirieren und lernen aus ihrem überlieferten Wissen. Gleichzeitig bringen wir diese Impulse in einen zeitgemäßen, westlichen Kontext ein – einen Kontext, in dem persönliche Prägungen, gesundheitliche Themen und Lebensumstände oft anders gelagert sind als in traditionellen Kulturen.

Wir arbeiten professionell und verantwortungsvoll mit natürlichen Werkzeugen und verfügen zugleich über umfangreiche Erfahrung im Begleiten menschlicher innerer Prozesse. Diese Erfahrung ist nicht nur fachlich, sondern auch persönlich gewachsen, da wir selbst Teil eines kontinuierlichen inneren Entwicklungsweges sind.

Professionalität, fundierte Ausbildung und Erfahrung sind für uns zentral. In unserem Team arbeiten unter anderem Psycholog:innen, Therapeut:innen und Mediziner:innen. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Forschung, Studium und wissenschaftliche Sorgfalt. Darüber hinaus bildet eine Haltung von Vertrauen, Wertschätzung und innerer Freiheit die Grundlage unserer Arbeit – eine Haltung, mit der wir den Prozessen unserer Teilnehmenden mit Offenheit und Präsenz begegnen.

Weitere Informationen zu unserem Studien- und Ausbildungszentrum findest du hier:
https://www.evolucioninterior.es/en/

Handelt es sich um eine Einzel- oder Gruppenerfahrung?

Die Erfahrung selbst ist zutiefst individuell und persönlich. Sie ist eine intime Begegnung mit dem eigenen Inneren und verläuft für jede Person auf ihre ganz eigene Weise.

Gleichzeitig findet dieser persönliche Prozess in einem gemeinsamen menschlichen Feld statt – in einer Gruppe von Menschen, die sich ebenfalls für neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten öffnen. Dieses Zusammenspiel von individueller Erfahrung und gemeinsamer Präsenz kann eine besondere Form von Verbundenheit entstehen lassen, geprägt von gegenseitiger Anerkennung, Inspiration und Wertschätzung.

So entsteht eine unterstützende Atmosphäre, in der jede Person ihren eigenen Weg geht, ohne dass die Einzigartigkeit der individuellen Erfahrung verloren geht.

Was verstehen wir unter der dekontextualisierten Verwendung von Werkzeugen der Vorfahren?

Damit meinen wir, dass unsere Arbeit sich konsequent an der Individualität und Einzigartigkeit jeder teilnehmenden Person orientiert. Die eingesetzten Werkzeuge, Methoden und Techniken dienen dabei als unterstützende Elemente – keines von ihnen steht für sich allein oder nimmt automatisch eine zentrale Rolle ein.

Gleichzeitig bedeutet dies, dass unsere Arbeit nicht an eine bestimmte Religion, Tradition, Methode oder Technik gebunden ist. Die verschiedenen Ansätze können flexibel und situationsbezogen miteinander kombiniert werden, immer in Bezug auf den aktuellen persönlichen Prozess der Teilnehmenden.

So entsteht ein offener, zeitgemäßer Rahmen, in dem unterschiedliche Werkzeuge bewusst und verantwortungsvoll eingesetzt werden, ohne dogmatisch oder festgelegt zu sein.

Bei dem Versuch, uns zu befreien, vergessen wir, dass wir uns von uns selbst befreien müssen.
Uns von allem zu befreien und unseren eigenen Platz zu finden